Angelo Petrella – Nazi Paradise
In einer fiebrig-unflätigen und bitter-galligen Sprache erzählt Petrella sein Neapel von unten, beobachtet aus nächster Nähe die gewalttätigen Splittergruppen, den Anarchismus und die Fassadenideologie, die Widersprüche einer Realität, die immer groteskere Züge annimmt.
Rick DeMarinis – Götterdämmerung in El Paso
Rick DeMarinis legt nach KAPUTT IN EL PASO einen weiteren schwarzen Gesellschaftsroman vor, der Hardcore mit Metaphysik versöhnt und sich abermals der US-Grenzregion im Süden widmet, wo ein Hochsicherheitszaun gleichermaßen amerikanische Hilflosigkeit und Front markiert.
Jim Nisbet – Dunkler Gefährte
In dem für den Hammett Award nominierten Noir-Thriller dominieren unberechenbare Zufälle und Chaostheorie. In Nisbets Welt schützen weder intellektuelle Überlegenheit noch Gutmenschentum vor Kollateralschäden.
Gerald Kersh – Ouvertüre um Mitternacht
Gerald Kershs grandiose Mixtur aus Polizeiroman, Psychothriller und nihilistischem Noir zählt zu den Klassikern des Genres. Er erzählt von gescheiterten Existenzen und den Tücken des Lebens und veranschaulicht, wie viele Verlierer für einen Gewinnerauf der Strecke bleiben.
Buddy Giovinazzo – Piss in den Wind
Nach seinem grandiosen Roman Potsdamer Platz führt uns Buddy Giovinazzo mit einer Tour de Trance zu den Abgründen der menschlichen Seele, in den Bereich zwischen Traum und Wirklichkeit, der der Liebe immer die Dimension des Verhängnisvollen gibt.
Thor Kunkel – Kuhls Kosmos
Neo-Pulp für Fortgeschrittene, made in Germany.
Thor Kunkels bitterböse Coming-of-age-Story erinnert an seinen preisgekrönten Roman Das Schwarzlicht-Terrarium und daran, dass es erst vorbei ist, wenn es vorbei ist.
Garry Disher – Niederschlag
Das lang erwartete Finale der Wyatt-Saga, des mit zwei Deutschen Krimipreisen ausgezeichneten Autors aus Down Under. Die Frage ist: War‘s das für Wyatt oder hat Garry Disher noch ein Eisen für ihn im Feuer?
Paul Freeman – Die Legenden von Ophir
In seinem Crime-Fiction-Debüt verbindet Paul Freeman die Legende des sagenumwobenen Goldlandes Ophir mit dem Alltag Simbabwes und verweist so auf die Bedeutung kolonialer Phantasien für die Gegenwart.
Garry Disher – Port Vila Blues
Ein weiterer Meilenstein der Wyatt-Saga des australischen Autors Garry Disher, der bereits zweimal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde und immer besser wird.
PJ Wolfson – Geißel der Niedertracht
Im New York der Prohibition beschwört PJ Wolfson eine nahezu alttestamentarische Atmosphäre herauf. In seinem längst vergessenen Polizei-Noir-Roman skizziert er NYC als Gomorrha und relativiert damit selbst moderne Varianten wie Abel Ferrars Bad Lieutenant.









