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Neue Wege VII – Game Over?

2020 ist wie verhext.

Erst kam Corona, brachte den Lockdown und das gewohnte Lebens gehörig aus dem Ruder, und dann verletzte sich auch noch Mooniac beim Training die rechte Beugesehne. Dr. Maria Kattanek von der Pferdeklinik Hoppegarten schrieb dazu: „Der Defekt erstreckt sich in Längsrichtung über das gesamte mittlere Röhrbeindrittel sowie ca. 50% des Sehnenquerschnitts. Einen möglichen Trainingsplan für einen Patienten mit einer entsprechenden Verletzung habe ich ebenfalls angehängt. “

Als ich das Gesicht des Trainers sah, ahnte ich das Mooniac keine Rennbahn mehr sehen würde.  Glücklicherweise mochte ihn Nele, die im Rennstall arbeitete. Sie fragte beim Trainer an, was nun aus Mooniac werden soll.  Da allen klar war, dass es mit der Rennkarriere nun vorbei ist, stand dem Rentendasein als Reitpferd bei Nele in Bienenwerder , einem sehr schönem Hofkollektiv mit Bio-Gemüseanbau und gemeinnützigem Verein mit organischem Landbau, eigentlich nichts mehr im Wege.

Abschied nehmen war schwer. Hätte ich nicht gedacht.

Aber so eine Trennung geht einem doch schon ans Herz. Aber Mooniac blieb immerhin in Reichweite und ich könnte ihn besuchen. Als es dann irgendwann mal geklappt hat – es waren ja auch noch Coronaregeln in puncto Abstand und Hygiene zu beachten – stand er mit anderen Pferden zufrieden grasend auf der Sommerkoppel; nicht mal die Sommeräpfel die ich ihm mitgebracht habe, waren irgendwie interessant.

 

 

 

 

Nach ein paar Monaten sollte die Verletzung gänzlich verheilt sein und Nele will mit ihm zu See reiten. Vielleicht trägt sie dabei dann die offizielle Weste des 150. Derbys.

 Long may he run. Mooniac. Ach.