Megans Abbotts El Dorado Drive macht Furore

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El Dorado Drive wird natürlich auch unser Beitrag für die Hotlist 2026. Nicht einfach für die Jury aus 205 Indie-Einsendungen das Beste auszuwählen. „Aus den Einreichungen wird das Kuratorium der Hotlist eine Vorauswahl von 30 Kandidaturbüchern treffen, und danach können alle über die zehn Bücher des Jahres mitbestimmen: 3 Titel der Hotlist werden im Sommer durch öffentliche Wahl auf dieser Website entschieden, die 7 weiteren entscheidet die diesjährige Jury.“

Interessant liest sich die Einschätzung des ekz-Informationsdienstes für Bibliotheken:

„Besteht über 200 Seiten von „El Dorado Drive“ die Frage, was dieses Buch im Portfolio des Krimispezialisten „Pulp Master“ zu suchen hat, so beseitigt Megan Abbotts Buch danach mit einem Todesfall etwaige Zweifel und löst damit auch die Konventionen eines Kriminalromans ein. Die US-Amerikanerin beleuchtet in ihrem neuen Buch (zul. „Wage es nur“, Pulp Master, 2024; o. Rez.), den Komplex von Frauen und der Finanzwelt, insbesondere das Innere eines Schneeballsystems. Auch wenn das Cover wieder- ganz typisch Pulp Master- recht eigenwillig ist, sind dem Buch viele Leser*innen zu wünschen, denn das Buch überzeugt mit seiner Erzählweise und illustriert die Brüchigkeit des amerikanischen Aufstiegsversprechens. Für alle!“

Solche Überlegungen verfolgen uns schon seit mehren Jahren. In einem Interview von 2009 mit dem verstorbenen (2017) Dieter Paul Rudolph wurde die Thematik Mogelpackung „das ist ja gar kein Pulp“ schon längst angesprochen:  https://krimikulturarchiv.wordpress.com/2009/12/22/ein-gesprach-mit-frank-nowatzki/

weitere Links zu Megan Abbotts El Dorado Dive:

Sonja Hartl für den Deutschlandfunk

„Langsam entfaltet sich in diesem Roman das sorgsam angelegte Beziehungsgeflecht. Be-
reits in ihren vorherigen Romanen hat Megan Abbott gezeigt, wie scharf ihr Blick auf weibli-
che Lebensentwürfe und Strukturen sowie Dynamiken weiblicher Gemeinschaften ist. Dazu
fängt sie in „El Dorado Drive“ mit klug gewählten Details das längst vergangene, sorglose
Lebensgefühl dieser Frauen in Michigan ein und kontrastiert es mit der harschen Realität des
wirtschaftlichen Niedergangs.“

Platz 3 auf der Juni-Bestenliste

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