„Das dritte Buch, das ich empfehlen möchte, stammt von dem Amerikaner Mark SaFranko. „Dear Professor Romance“ spielt im Hier und Jetzt. Der Berliner Pulpmaster-Verlag zeigt da wieder sein Gespür für eigenartige, besondere Kriminalromane. Ein Mann kommt abends in der Kneipe auf die Idee, eine Dating-Agentur zu eröffnen, Professor Romance nennt er sie. Zu seiner Verwunderung floriert sie bald, weshalb er jemanden einstellt, der als eine Art Ghostwriter die Profile attraktiver macht. Es entspinnt sich eine schräge, an den Film Noir erinnernde Geschichte, die zugleich durch ihren Stoff sehr modern ist. Das gefällt mir gut, vor allem durch die lakonische Erzählweise, nicht bösartig, sondern hintersinnig.“
-Christian Koch, Berliner Zeitung
„SaFranko gelingt es meisterhaft, die Komplexität von Beziehungen und die Unsicherheiten, die damit einhergehen, einzufangen. Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig, jeder mit seinen eigenen Dämonen und Sehnsüchten. Als Leser wird man immer wieder überrascht, wie weit die Protagonisten bereit sind zu gehen, um ihre Wünsche zu erfüllen. Und einiges davon scheint definitiv aus dem „echten“ Leben entlehnt. „Dear Professor Romance“ ist nicht nur eine unterhaltsame Lektüre, sondern auch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet, zu lieben bzw. geliebt zu werden. SaFranko schafft es, die Absurditäten des modernen Datings mit einem gnadenlosen Blick zu beleuchten. Das Zusammenführen der Hauptpersonen und ihrer Schicksale zum Ende hin ist handwerklich brillant.“
-Newsletter, Buchhandlung Hammett
„Dass das Spiel um Einsamkeit und Liebe im digitalen Zeitalter nicht gut ausgehen wird, ahnt man als Leser übrigens ziemlich früh. Zu groß ist die Verzweiflung Norman Brights, der glaubt – auch wenn er alles andere als ein Adonis ist – ein Anrecht darauf zu haben, genauso glücklich in einer Beziehung leben zu dürfen, wie das scheinbar all die anderen Menschen um ihn herum tun. Zu frustriert blickt der Ghostwriter Lance Bertovich auf sein Leben zwischen einer Mittelstandsehe ohne große Höhepunkte und einer Schriftstellerkarriere, die einfach nicht so richtig anspringen will. Und zu deutlich wird es Douglas Guthrie schließlich, dass es ihm selbst an all dem fehlt, was er mit der Unterstützung des wortgewandten Bertovich an seine zahlreichen Klienten zu vermitteln sucht. Eigentlich drei tragische Leben, in die SaFranko seinen Leserinnen und Lesern Einblick gewährt – literarisch ganz ohne Schnickschnack, ruhig erzählend und dennoch spannend bis zum Schluss. An dem eines davon schließlich gewaltsam endet.“
-Dietmer Jacobsen, literaturkritik
„Cool, wahrscheinlich der ruhigste Knaller den ich je gelesen habe. 3 Kerle, alle auf der Suche nach Liebe und alle irgendwie auf der falschen Bahn.“
-gehkacken.de
„Hach, ich mag kleine, fiese Bücher. Ein solches Perlchen ist Dear Professor Romance von Mark SaFranko, die im Grunde todtraurige, aber dann doch wiederum sehr komische Geschichte von drei jämmerlichen Männlein, deren Erbärmlichkeit am Ende schon fast, aber nur fast, mitleiderregend ist.“
-Thomas Wörtche, Culturmag
„Mark SaFranko ist ein Roman von bitterer Komik gelungen, bei dessen Lektüre Fremdscham und Mitleid einander abwechseln.“
-Joachim Feldmann, Am Erker
„Raffiniert verknüpft der Plot die drei Geschichten, die gleichzeitig komische wie tragische Züge haben. Kaum schmunzelt man über eine witzige Situation, kippt sie in Trostlosigkeit. Ins Düstere. Denn was ein bisschen wie eine Satire beginnt, ist in Wirklichkeit ein purer Noir.“
-Hanspeter Eggenberger, krimikritik
„Kränkung, mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldzuweisung. „Mir geht es nicht darum, mich über solche Männlichkeiten zu erheben. Aber ich will über sie sprechen, wie auch der US-Autor Mark SaFranko, der in seinem gerade erschienenen Roman „Dear Professor Romance“ über einen schmierigen Internet-Männerberater Beobachtungen über drei normale, abstoßende, fatale, suchende Männer macht.
Ein paar Zitate: Die Frauen „schauen durch einen durch, als ob man ein blöder Telefonmast wäre“; „Frauen in seinem Alter kamen nicht in Frage. Das war einfach eine Frage der Ästhetik“; „So sehr er sich auch den Kopf zerbrach, fiel ihm einfach nicht ein, was er mit sich anfangen sollte“; „Doug beobachtete die Szene mit toten Augen. Mit Kindern konnte er nichts anfangen“; und schließlich: „Er hätte nicht auf Professor Romance hören sollen – an allem war dieser Dreckskerl schuld“. Zusammengefasst: Kränkung und mangelndes Selbstwertgefühl, fehlende Selbstreflexion, Unselbständigkeit und emotionale Verwahrlosung, hasserfüllte Schuldzuweisung – das sind zweifellos Elemente gegenwärtiger toxischer Männlichkeit, denen jeder Mann sich heute stellen muss.“
-Ambros Waibel, taz
„Dear Professor Romance“ heißt die Kolumne, die der sich als selbigen Professor ausgebende Doug Guthrie als Geschäft betreibt. Und so heißt der neue Roman des amerikanischen Noir-Autors Mark SaFranko, von dem uns auf Deutsch schon „Amerigone“ (2023) erfreute. Dass beide Romane im Original bisher nicht erschienen sind, liegt wohl daran, dass sie keine Mainstream-Krimi-Erwartungen bedienen, sondern höchst originell und eigen sind.“
-Hanspeter Eggenberger, culturmag
„Eigentlich will der Ex-Alkoholiker Dough nur maximalen Profit aus einer cleveren Idee ziehen. Er kreiert die Website „Professor Romance“ und heuert den erfolglosen Schriftsteller Lance an, um verzweifelt nach einer Frau Ausschau haltenden Männern mit flotten Anmachsprüchen auf die Sprünge zu helfen.“
-Gunter Blank, Rollig stone
„Unter dem Anonym »Professor Romance« gibt Douglas Guthrie schwindlige Beziehungstipps an Single-Männer. Ein lukratives wie ambivalentes Geschäft.“
-buchkultur