{"id":1942,"date":"2019-05-10T14:00:20","date_gmt":"2019-05-10T12:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/?page_id=1942"},"modified":"2019-07-18T11:06:38","modified_gmt":"2019-07-18T09:06:38","slug":"rezensionen-welt-ohne-skrupel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/rezensionen-welt-ohne-skrupel\/","title":{"rendered":"Rezensionen &#8211; Welt ohne Skrupel"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Mit beil\u00e4ufigem Schalk und beissender Ironie l\u00e4sst Jim Nisbet die Welt der altmodischen kleinen Gauner und jene der skrupellosen Manager der digitalen New Economy aufeinanderprallen&#8230; Nisbet \u00fcberzeugt nicht nur mit seinem Humor, sondern auch mit seiner wunderbaren Prosa, die auch \u00fcbersetzt funktioniert.<br \/>\n<cite>-Hansj\u00f6rg Eggenberger, Tagesanzeiger<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Klinger hei\u00dft dieser eher kleine, eher unscheinbare Mann, der sich tapfer durchs Leben schl\u00e4gt und es nicht mehr schafft, eine b\u00fcrgerliche Existenz aufzubauen, aber durchaus eine ehrliche Haut genannt werden kann. So hat er sogar eine Art Freund: Mit ihm, Frankie Geeze, einem begnadeten Taschendieb, \u00fcberf\u00e4llt Klinger den App-Programmierer Phillip Wong. Ihr Opfer wehrt sich aber wie ein Berserker, die Sache geht schief. Klinger f\u00e4llt dennoch dessen Smartphone in die H\u00e4nde, auf dem sich wertvolle Algorithmen befinden. Klar weckt dieses Ger\u00e4t Begehrlichkeiten, zumal Wong mit seiner Chefin und Ex-Freundin auf Kriegsfu\u00df steht. Klinger ger\u00e4t mit dem ortbaren Smartphone in die F\u00e4nge dieser Managerin, und in eine Welt ohne (moralische) Skrupel. Wenn man so will, endet sein Start-up-Unternehmen im realen Kapitalismus mit einer feindlichen \u00dcbernahme.<br \/>\n<cite>-Joey Schneider, Badische Zeitung <\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Klingers Leben kratzt am Bodensatz: \u201eUnten war seine Bestimmung.\u201c Wenn es seine Dollarreserven hergeben, zieht der kriminelle Dauertrinker in eine Absteige. Ansonsten schl\u00e4gt er sich auf den Stra\u00dfen von San Francisco durch. Den Wert digitaler Neuerungen entdeckt Klinger erst, nachdem er den Programmierer Phillip \u00fcberfallen hat. Denn danach besitzt der Ganove das Handy des IT-Genies. Und das will die smarte Marci unbedingt haben. Ein \u00adUnderdog-Roman mit schwarzem Humor: Jim Nisbet konfrontiert den analogen Anti-Helden mit einer virtuel\u00adlen \u201eWelt ohne Skrupel\u201c. Deren Gier \u00fcberholt ihn beim moralischen Sinkflug. Aber Klinger ist ja schon unten.<br \/>\n<cite>&#8211; Buchjournal<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Sein Reiz verdankt sich dem Umstand, dass Klinger ein heruntergekommener Krimineller ist, der seine Zeit in Absturzkneipen vertr\u00f6delt, w\u00e4hrend ihm Marci, steinreiche Profiteurin der New Economy, mit ihrer digitalen Welt auf den Leib r\u00fcckt. Schon Hans Magnus Enzensberger entdeckte bei den Gangstern um Al Capone ein &#8222;kontr\u00e4res Moment&#8220; &#8211; ihr &#8222;Herkommen aus einer exotischen, vorkapitalistischen, unassimilierten Vergangenheit&#8220;. Modernit\u00e4t und Altert\u00fcmlichkeit fielen bei ihnen in eins, und &#8222;diese Zweideutigkeit, dieser Widerspruch ist der mythentr\u00e4chtige Boden ihres Daseins gewesen. Mit dem Gangster erscheint im Gleichzeitigen Vorzeit, wandert ins Allerneueste das barbarisch Alte ein.<br \/>\n<cite>-Kai Spanke, FAZ<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&#8222;Irgendwann hatte es Jim Nisbet erwischt. Obwohl als freier Autor fieser Romane ebenso gesch\u00e4tzt wie als Equipment-Case-Schreiner f\u00fcr Bands wie Grateful Dead, konnte sich der 72-j\u00e4hrige Noir-Veteran das Leben in der High-Tech-Metrolpole nicht mehr leisten und musste mit seiner Frau von San Francisco ins n\u00f6rdlich gelegene Sausalito umziehen. Zum Abschied hat er der Stadt, in der er immerhin ein halbes Jahrhundert lang gelebt hat, noch ein herrlich vergiftetes Abschiedsgeschenk hinterlassen.<br \/>\n<cite>-Gunter Blank, Rolling Stone<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&#8222;Unter Noir-Fans ist der 2017 von San Francisco nach Sausalito umgezogene Jim Nisbet ein bekannter Name. Bei Pulp Master erschienen in den vergangenen Jahren seine tiefschwarzen Romane \u201eDunkler Gef\u00e4hrte\u201c, \u201eDer Krake auf meinem Kopf\u201c und \u201eT\u00f6dliche Injektion\u201c. Der Noir, inzwischen ein kleiner Klassiker, erschien in den USA erstmals im kultigen Black Lizard Verlag. \u201eWelt ohne Skrupel\u201c ist ein weiterer tiefschwarzer Noir. Wie der Titel schon andeutet, ist die von Jim Nisbet pr\u00e4zise gezeichnete Welt eine Welt, in der jeder jeden betr\u00fcgt und N\u00e4chstenliebe eine Mischung aus etwas Geld und einem kostenlosen Drink ist. Viel mehr soll \u00fcber die sparsame Handlung dieser starken Charakterstudie eines alternden M\u00f6chtegern-Verbrechers, dessen Leben bislang sogar f\u00fcr eine richtige Gef\u00e4ngniskarriere zu uninteressant war, nicht verraten werden.<br \/>\n<cite>-Axel Bussmer, Kriminalakte<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u201eWelt ohne Skrupel\u201c ist eine Mischung aus finsterem Schelmenroman und klassischem Noir in modernem Gewand. Das Aufeinanderprallen von Anachronismen und digitaler Herrschaftshoheit findet beil\u00e4ufig statt, ist ein lakonischer Kommentar, der auf genauer Beobachtungsgabe basiert und kein moralinsaurer Diskurs eines alternden Autors, der sich in der Gegenwart unwohl f\u00fchlt. Nur Klinger w\u00e4re ohne Smartphone besser dran gewesen. Aber zur\u00fcck geht\u2019s nicht mehr. Nie. \u201eMach mir noch einen.\u201c Nat\u00fcrlich muss der Roman so enden. Kneipenphilosophie auf dem Pr\u00fcfstand.<br \/>\n<cite>-Jochen K\u00f6nig, martincompart.wordpress.com<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>San Francisco. Klingers Vorsatz, sich langsam mit doppelten Jamesons zu suizidieren, scheitert an allzu spontanen Versuchen, sich kriminell mit Trinkgeld zu versorgen und an der Hinterlist einer Femme Fatale aus dem Universum der Apps und Bytes. Thekenphilosophisch noir. Dauerregen.<br \/>\n<cite>-FAS Bestenliste<\/cite><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit beil\u00e4ufigem Schalk und beissender Ironie l\u00e4sst Jim Nisbet die Welt der altmodischen kleinen Gauner und jene der skrupellosen Manager der digitalen New&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":47,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false},"aioseo_notices":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P85aNz-vk","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1942"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1942"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1942\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1980,"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1942\/revisions\/1980"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pulpmaster.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}